Chiropraktik

Mic sagt:
 Die Chiropraktik befasst sich ursprünglich mit den knöchernen Strukturen. Also der Wirbelsäule und den Gelenken. Man geht davon aus, daß durch die korrekte Stellung der Wirbelsäule und der Gelenkflächen zueinander, die Muskeldysfunktionen etc. regulativ behoben werden. Das ist in der "Klinik" auch oft so, jedoch nicht immer.
 Es gibt auch den primären Muskelhartspann, der eine Fehlstellung oder Blockade der Knochen nach sich zieht. Außerdem spielen die Faszien und die Befindlichkeit der inneren Organe eine entscheidende Rolle im System.

Nur, wird der knöcherne Zustand so belassen und nur an den Organen und Faszien und Muskeln "herumtherapiert" führt das oft nicht zum Erfolg. Natürlich gibt es indirekte Techniken, um über den Muskelzug bzw. die Wiederherstellung der natürlichen Funktionen von Agonisten und Antagonisten das Gleichgewicht auch im knöchernen Apparat wiederherzustellen. Jedoch gelingt das in der Praxis oft nicht oder nur sehr langsam. Deshalb bemühe ich mich immer beides zu machen. Das heißt, die Knochen zu richten und die Faszien und Muskeln sowie die "Organhüllen" zu behandeln.   
 

Ich mag die indirekten Techniken nicht besonders und verwende diese nur, wenn es direkt nicht möglich ist.
Zur Entstehung des allgemeinen Irrtums, Chiropraktik würde die Knochen behandeln bzw. Blockaden an den Selben beheben und Osteopathie würde sich sanft den "Weichteilen" widmen, noch einige Worte:
 Im Volksmund wird Chiropraktik als Knochensetzen oder Einrenken gekannt und die Osteopathie als sanfte, "halbmagische" Methode gesehen, über die Faszien und Muskeln und Organe die Blockaden zu beheben. 
Dies ist nicht so! 


Meines Wissens nach ist der Entdecker der Chiropraktik Herr Palmer ein ehemaliger Schüler von Herrn Tyler Still, dem Begründer der Osteopathie gewesen. Herr Palmer hat sich auf den "strukturellen Ast" der Osteopathie konzentriert und seine eigenen Schulen gegründet. Jetzt muss man wissen, dass die Osteopathie aus drei Säulen besteht: 

1. Der Strukturellen Osteopathie, mit den gleichen Techniken wie in der Chiropraktik.
2. Der viszeralen Osteopathie, also der manuellen Behandlung von Faszien, Bändern und Muskeln.
3. Der Cranio-Sakralen Osteopathie, der Behandlung des sogenannten Pam...
 Schädel, Sakrum und Pulsation des Liquors.

Also eigentlich schließt die Osteopathie in ihrer ersten Säule, der strukturellen Osteopathie die Chiropraktik mit ein. 

Ich benutze die Unterscheidung nur, weil sie in der Bevölkerung so verankert ist.

Die zahlreichen Chiropraktoren werden von mir natürlich hoch geschätzt, teilweise höher als die osteopathischen Fraktionen, die nur "Faszienschieben" machen. 

Zudem sei betont, dass es sich bei diesem Text um meine persönliche Ansicht handelt.
MIC

Anwendungsgebiete der Chiropraktik

  • Fehlstellungen der Wirbelsäule
  • Wirbelblockaden
  • Schwindel
  • Migräne
  • Kopfschmerzen
  • Tennis- oder Golfarm
  • Armschmerzen
  • Schulterschmerzen